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Klinsmann nicht mehr Trainer beim Big-City-Club

Nach lediglich elf Wochen Amtszeit als Cheftrainer und nur fünf Spielen gab Jürgen Klinsmann bekannt, dass er ab sofort sein Traineramt beim Hauptstadtklub Hertha BSC zur Verfügung stelle. Nicht nur die Fußballfans waren erstaunt über diese Nachricht, sondern auch der Vorstand des Vereins zeigte sich überrascht, denn der ehemalige Nationaltrainer der USA und Deutschlands hatte diese Ankündigung nur auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

Der Grund dafür sei mangelnder Zusammenhalt und fehlendes Vertrauen der verantwortlichen Personen im Verein. Lars Windhorst, der Investor des Klubs, hatte in der Winterpause achtzig Millionen Euro in die Mannschaft investiert, um zusammen mit Klinsmann das Projekt Big-City-Club zu starten.

Klinsmanns Trainerstationen

Deutsche Nationalmannschaft

Nach der verkorksten Europameisterschaft im Jahr 2004 übernahm der gebürtige Schwabe die deutsche Nationalmannschaft von seinem ehemaligen Stürmerkollegen Rudi Völler bis zur Heim-Weltmeisterschaft 2006. Er eckte zwar mit so manchen personellen und strukturellen Veränderungen bei den Verantwortlichen an, aber der Erfolg gab ihm schließlich recht. Die deutsche Nationalmannschaft spielte begeisterten Fußball und wurde WM-Dritter. Ein Erfolg, auf den sein Co-Trainer Jogi Löw, als sein Nachfolger als Bundestrainer, weiter aufbauen konnte.

FC Bayern München

In der Saison 2008/2009 war er beim FC Bayern München Cheftrainer. Sein Ziel war auch hier die Veränderung von Strukturen und Einführung einer neuen modernen Spielidee. Dies misslang gründlich, so dass er, vor allem nach einem desaströsen Auftritt bei der 1:5-Niederlage in Wolfsburg, vorzeitig beurlaubt wurde und Jupp Heynckes seine Arbeit weiterführte. Die erfolgsverwöhnten Münchener waren in dieser Saison nie Tabellenführer und scheiterten früh im DFB-Pokal und in der Champions League.

Nationalmannschaft der USA

Ende Juli 2011 übernahm der heute 55-jährige Wahl-Kalifornier die Nationalmannschaft der USA. Sein Ziel war es, viele in Europa fußballspielende Söhne von US-Militärangehörigen in die Mannschaft zu holen, die mit der europäischen Art, Fußball zu spielen, vertraut waren. Beachtliche Erfolge in Freundschaftsspielen gegen europäische Top-Teams und das Erreichen des WM-Achtelfinales 2014 waren die Höhepunkte seiner Amtszeit. 2016 wurde er, nach schlechten Resultaten in der WM-Qualifikation für 2018, beurlaubt.